Institute for Technologies and Management of Digital Transformation

Towards the New Normal in Mobility: Lehrstuhl für TMDT beim 14. Wissenschaftsforum Mobilität dabei

23.06.2022|14:43 Uhr

Am 23. Juni 2022 findet das 14. Wissenschaftsforum Mobilität der Universität Duisburg-Essen zum Leitthema "Towards the New Normal in Mobility" statt. Teilnehmer*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren die Mobilität der Zukunft und geben Einblick in ihre Forschungsarbeiten.

Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen vom Lehrstuhl für Technologien & Management der Bergischen Universität Wuppertal sind mit insgesamt drei Beiträgen zur Mobilitätsforschung dabei:

Alexander Engel präsentiert den Posterbeitrag „Von aufgestoßenen Türen: Urbane Mobilitätskulturen in der Digitalen Transformation – Die Coronapandemie als Katalysator für eine neue Mobilität unter Lebensälteren?“ aus den Forschungsarbeiten im Projekt „Rethinking Mobility“ zu Auswirkungen auf die Mobilität und somit die Partizipations- und Integrationsmöglichkeiten von Lebensälteren in der Mobilitäts(kultur)wende. 

Um dies zu untersuchen haben die Autoren Alexander Engel, Lars Puleikis und Dr. Kathrin Krosch, Expert*innen sowie Senior*innen zwischen 69 und 80 Jahren interviewt. Die Ergebnisse verdeutlichen den Einfluss von Umwelteinflüssen auf individuelle Bewertungsmuster und somit auch das Nutzungsverhalten. Insbesondere die Kontaktbeschränkungen in der Coronapandemie zeigen sich als Katalysator einer Entwicklung, in der eine unter Lebensälteren wahrgenommene Anpassungsnotwendigkeit an eine zunehmend digitalisierte Welt, in einer positiv empfundenen Befähigungsperspektive münden kann. Die Befragung lieferte wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich einer sozial gerechten Mobilitätswende, die die Erfahrungen aus der Coronapandemie positiv aufgreifen kann.


Per Kohl und David Michalik behandeln in ihrem Paper „Immersive VR-Inhalte zur Steigerung der Nutzerakzeptanz für automatisierte Mobilität/Fahrfunktionen“ die fehlende Akzeptanz des automatisierten Fahrens und den Bedenken hinsichtlich der Sicherheit automatisierter Fahrsysteme. Zur Überwindung dieser Hürden präsentieren sie einen Ansatz zur Steigerung der Nutzerakzeptanz für automatisierte Mobilität, welcher sich die positiven Effekte interaktiv erlebbarer Virtual Reality (VR)-Anwendungen zunutze macht und stellen die Ergebnisse einer ersten Voruntersuchung mit Fokus auf Sicherheitsbedenken vor.


Einen spannenden Beitrag liefern auch Per Kohl, Saskia Gehrt und Dr. Michael Krause zum Umsetzungsstand automatisierter und vernetzter Mobilität in Nordrhein-Westfalens Kommunen. Es lassen sich drei Typen identifizieren: In mehr als der Hälfte der befragten Kommunen sind die Potentiale automatisierter Mobilität bislang unklar („Wartende“). Weitere 40% der Kommunen sind entschlossen, zukünftig automatisierte Mobilität pilothaft umzusetzen („Entschlossene“). Sehr aktiv sind die „First Mover“ (14% der Kommunen). Sie erproben für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle wie automatisierte und vernetzte Mobilität Herausforderungen der Mobilitätswende lösen kann. Während sich unter den Wartenden und Entschlossenen insbesondere Mittelstädte mit bislang wenig Aktivitäten und moderaten Zukunftsplanungen finden, sind es fast ausnahmslos Großstädte, die als First Mover eine Vielzahl von Pilotprojekten zur Erprobung automatisierter und vernetzter Mobilitätslösungen in den Verkehr durchführen. Die Befragung liefert wertvolle Hinweise zur Wichtigkeit der strategischen Verankerung von Mobilitätsinnovationen innerhalb von Kommunen sowie einer ganzheitlichen Einbindung aller Stakeholder, beispielsweise zum frühzeitigen Abbau von Akzeptanzbarrieren.

Mehr Infos auf der camo.nrw-Homepage.

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